Johannes Selle bei der Besichtigung in der Laurentius Kirche Nermsdorf am 04.06.2020. Die Personen auf dem Foto sind: Landgemeindebürgermeister Thomas Heß (1.v.l.), Ortschronistin Bärbel Kleinspehn (2.v.l.), MdB Johannes Selle (m.), Gemeindekirchenrätin Elke Kröckel (2.v.r.) sowie Rosel Schirrmeister (1.v.r.), und Vorstandsmitglied im Heimatverein "Hamsterbach" e.V. und Ortssprecherin von Nermsdorf.

Bund fördert Heimatstube Nermsdorf

BUTTELSTEDT. Der Heimatverein „Hamsterbach Nermsdorf e.V“. im Buttelstedter Ortsteil Nermsdorf  erhielt Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Soforthilfe Heimatmuseen 2021“. Für die Sanierung einer historischen Mauer zur Sicherung des Zugangs zu ihrer Heimatstube in der St. Laurentius Kirche stellt der Bund 11.166 Euro zur Verfügung. Gleichzeitig werden drei neue Informationstafeln zur Geschichte des kleinen Ortsteils an der „Via Regia“ gefördert, informiert der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Selle. Dafür stehen dem Verein neben Bundesmitteln auch Eigenmittel in Höhe von 3.722 Euro zur Verfügung .

Das Programm „Soforthilfe Heimatmuseen“ sollte in der Pandemie helfen Kultureinrichtungen im ländlichen Raum wie regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Bodendenkmalstätten zu erhalten und um Modernisierungsmaßnahmen und programmbegleitende Investitionen durchzuführen. Die Maßnahme „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen 2021“ wird im Rahmen des Förderprogramms „Kultur im ländlichen Räumen“ von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert. Der Bund hat hierfür 2021 erneut 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Nermsdorf ist ein kleiner Ortsteil der Landgemeinde Am Ettersberg im Weimarer Land mit wechselvoller Geschichte. Seine Entstehung lässt sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Kirche bildete schon bei der Namensgebung von Nermsdorf im Jahre 1368 das Zentrum des Ortes. Auf Grund zahlreicher Umbauten und Sanierungen über die Zeiten vereint das Gebäude gotische und barocke Elemente. Vor Abschluss der letzten Sanierung im Jahre 1988 brannte die Kirche durch einen Defekt der Fußbodenheizung bis auf die Grundmauern aus. Im Jahre 1991 begann mit Hilfe der Denkmalpflege, Versicherungs-geldern und zahlreichen Spenden der Wiederaufbau der Kirche. Viele Initiativen, Ideen und das tatkräftiges Zupacken der Einwohner trugen zum Gelingen bei. Dabei wurde die Gelegenheit genutzt, in der oberen Etage der Kirche eine Heimatstube einzurichten. Der Kirchenraum wird außerdem für ein Harmonium-Museum genutzt. Die Instrumente aus verschiedenen Epochen, sind spielbar.

Bei seiner Besichtigung des Objektes  konnte Johannes Selle sich bereits im Frühjahr 2020 überzeugen, mit welcher Hingabe und liebevollen Kleinarbeit in der Heimatstube die Zeugnisse der Geschichte des Ortes bewahrt werden. Der 130 Einwohner zählende Ort am Jakobsweg ist ein Kleinod, in dem Pilger gern rasten und in die Geschichte eintauchen können. Dafür steht die Heimatstube in der Laurentiuskirche den Besuchern offen. Auch Schulen finden hier spannendes Material für den Heimatkundeunterricht.

Für die Erhaltung und die Sicherung des Zugangs zur Heimatstube ist die fachgerechte Sanierung der defekten Friedhofsmauer dringend erforderlich, da diese das Gebäude der Kirche stabilisiert. Wie in vielen anderen Dorfkirchen in Thüringen fungiert die Mauer als Stützmauer anstelle eines gegründeten Fundaments.

Deshalb hat Johannes Selle die Antragstellung des Heimatvereins sehr gern unterstützt und stand mit Rat und Tat zur Seite. Auch wenn die Antragstellung im ersten Anlauf 2020 nicht geklappt hatte, so war der Verein, allen voran Rosel Schirrmeister, nicht untätig und konnte in der Zwischenzeit die verbliebene Lücke an Eigenmitteln über Spenden einwerben. „Dies zeigt seine Verwurzelung in der Region“, ist Johannes Selle überzeugt. „Genau solche Initiativen will das Bundesprogramm ‚Soforthilfe Heimatmuseen‘ unterstützen“. Er freut sich für den Verein, dass der erneute Antrag im März 2021 erfolgreich war. Johannes Selle hofft, dass die kürzlich gestarteten Bauarbeiten nun zügig vorankommen und im Spätsommer die feierliche Einweihung stattfinden kann.

 

Foto: Johannes Selle bei der Besichtigung in der Laurentius Kirche Nermsdorf am 04.06.2020 gemeinsam mit Landgemeindebürgermeister Thomas Heß (1.v.l.), Ortschronistin Bärbel Kleinspehn (2.v.l.), MdB Johannes Selle (m.), Gemeindekirchenrätin Elke Kröckel (2.v.r.) sowie Rosel Schirrmeister (1.v.r.), und Vorstandsmitglied im Heimatverein „Hamsterbach“ e.V. und Ortssprecherin von Nermsdorf.

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