Die Nationale Impfstrategie

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen über die Impfstrategie der Bundesregierung:

Welches Ziel wird mit der Impfung bezweckt?

  • Ausbreitung des Coronavirus stoppen
  • Erreichung der Immunität in weiten Teilen der Bevölkerung (Herdenimmunität)
    • die Herdenimmunität bremst die Ausbreitung des Virus
    • eine infizierte Person kann eine immune Person nicht mehr anstecken
    • je größer die Anzahl immuner Personen, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, auf eine nicht immune Person zu treffen
    • keine unkontrollierte Verbreitung des Virus
    • dies schützt auch Menschen, die nicht immun sind
    • ab ca. 70% geimpfter Menschen besteht Herdenimmunität
  • Folgen der Erkrankung mildern

 

Wie ist der aktuelle Stand in Deutschland?

  • am 27. Dezember 2020 wurden die ersten Menschen in Deutschland geimpft
  • aktuell sind die Impfstoffe zweier Firmen EU-weit zugelassen, BioNTech/Pfizer (seit 21.12.2020) & Moderna (seit 06.01.2021)
  • Verfügbarkeit der Impfstoffe:
    • 18 Millionen Impfdosen bis Ende März
    • 95 Millionen Impfdosen bis Ende Juni
    • 300 Millionen Impfdosen bis Ende 2021
  • die Zulassungen der Impfstoffe von Johnson & Johnson und CureVac werden bis zur Jahresmitte erwartet

 

Wo wird geimpft?

  • in Impfzentren, an mehr als 400 Standorten bundesweit
  • durch mobile Impfteams in Betreuungseinrichtungen für Risikogruppen
  • im späteren Verlauf dezentral

 

Wer wird geimpft?

  • die Impfung ist freiwillig
  • aktuell sind Impfstoffe knapp und werden entsprechend dem jeweiligen Bevölkerungsanteil auf die Bundesländer verteilt
  • Priorisierung erfolgt auf Empfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut (STIKO) >>hier<<
  • zur ersten Priorisierungsgruppe zählen:
    • Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
    • ältere Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko (ab 80 Jahre)
    • Pflege- und Betreuungspersonal auf Intensivstationen, Notaufnahmen, Impfzentren
    • Rettungsdiensten
    • zwei Kontaktpersonen, die vom Geimpften bestimmt werden (z.B. Lebenspartner)

 

  • zur zweiten Priorisierungsgruppe zählen:
    • Personen mit einer Demenzerkrankung
    • ältere Personen (ab 75 Jahre)
    • medizinisches Personal
    • Menschen mit chronischen Erkrankungen (Diabetes, Adipositas, COPD)
    • Krebspatienten
    • Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen
    • zwei Kontaktpersonen, die vom Geimpften bestimmt werden (z.B. Lebenspartner)

 

  • zur dritten Priorisierungsgruppe zählen:
    • ältere Menschen (ab 70 Jahre)
    • medizinisches Personal mit geringerem Infektionsrisiko (Blutspendepersonal, Personal in Impfzentren)
    • Bewohner und Mitarbeiter in Gemeinschaftsunterkünften
    • zwei Kontaktpersonen, die vom Geimpften bestimmt werden (z.B. Lebenspartner)

 

Wenn ich zum Impfen gehe, was muss ich wissen?

  • die Vorgehensweise variiert zwischen den einzelnen Bundesländern:
    • man wird angeschrieben
    • Terminvergabe online
    • telefonische Terminvergabe – Rufnummer 116 117
  • Thüringen bietet:
    • online-Terminvergabe >>hier<<
    • telefonische Terminvergabe unter   03643/4950490
  • ein Nachweis über die Zugehörigkeit zur priorisierten Gruppe muss dem Impfzentrum vorgelegt werden
  • die Impfung ist kostenlos
  • es besteht keine Wahlmöglichkeit bezüglich des Impfstoffs
  • abhängig vom verwendetem Impfstoff erfolgt eine zweite Impfung nach:
    • 3 bis 6 Wochen (BionTech/Pfizer)
    • 4 bis 6 Wochen (Moderna)
    • 9 bis 12 Wochen (AstraZeneca)

 

 

Welche Rolle spielt die EU beim Thema impfen?

  • durch die EU-weite Freizügigkeit ist es sinnvoll, die Immunisierung in der ganzen EU voranzubringen
  • Beschaffung von Impfstoffen erfolgt im EU-Verbund
    • größere Marktmacht gegenüber den Herstellern
    • bessere Verhandlungsposition bezüglich Preis & Lieferdatum
  • EU setzte frühzeitig auf mehrere Hersteller/Konzepte
    • aussichtsreiche Firmen wurden in der Entwicklungsphase finanziell unterstützt
    • Risikostreuung für den Fall der Fehlentwicklung eines Herstellers
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