Eiermann-Bau Apolda erhält 5,3 Mio. Euro Bundesmittel

APOLDA. Heute hat das Bundesinnenministerium (BMI) 35 neue „Nationale Projekte des Städtebaus 2018/19 vorgestellt“, die mit insgesamt rund 140 Millionen Euro vom Bund gefördert werden. Bundestagsabgeordneter Johannes Selle (CDU) freut sich über die Förderzugsage für das ehemalige Feuerlöschgerätewerk, dem sogenannten „Eiermann-Bau“ Apolda, in Höhe von 5,3 Mio. Euro. Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland hatten sich mit 118 Projekten beworben.

Das ehemalige Feuerlöschgerätewerk ist der einzig erhaltene Industriebau von Egon Eiermann und hat hohen kulturhistorischen Wert als Beispiel für Industriearchitektur der Moderne. Die innovative Nachnutzung und Neudeutung des „Eiermann-Baus“ durch die Internationale Bauausstellung Thüringen GmbH (IBA) soll ihn ins öffentliche Bewusstsein zurückholen und setzt den Maßstab für das Entwickeln neuer, kooperativer Arbeitsformen in kleinstädtischem Kontext.

Egon Eiermann war ein bedeutender Vertreter der Neuen Sachlichkeit und errang mit seinen Arbeiten internationale Bedeutung. Er prägte als Lehrer und Pädagoge an der TU Karlsruhe eine neue Generation junger Architekten. Von 1959 bis 1961 baute er die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin wieder auf, das zu seinen berühmtesten Meisterwerken zählt.

„Das Projekt ‚Open Factory‘ im Eiermann-Bau Apolda hat mit seinen Argumenten überzeugt. Das ehemalige Feuerlöschgerätewerk ist ein architektonisches Meisterwerk und ein bedeutendes Zeugnis deutscher Geschichte. Daher freue ich mich sehr, dass es Eingang in das Programm ‚Nationale Projekte des Städtebaus‘ gefunden hat“, so Johannes Selle.

Von dem Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus profitieren investive und konzeptionelle Vorhaben mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher Qualität, überdurchschnittlichem Investitionsvolumen sowie Projekte mit hohem Innovationspotenzial und Vorbildwirkung.

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