Motschmann/Selle: Koalition initiiert neues Bundesprogramm „Jugend erinnert“ Wissensvermittlung an Jugendliche stärken

BERLIN. Am heutigen Freitag hat der Deutsche Bundestag den Antrag von CDU/CSU und SPD „Bundesprogramm Jugend erinnert – Wissensvermittlung über Wirkung und Folgen von Diktatur und Gewaltherrschaft stärken“ debattiert. Dazu erklären die kultur- und medienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Motschmann, sowie der stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses und zuständige Berichterstatter Johannes Selle:

Mit dem neuen Bundesprogramm „Jugend erinnert“ setzen wir den wichtigen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag um, die pädagogische Vermittlungsarbeit an Gedenkstätten und Gedenkorten auszubauen. Thematisch soll das Programm sowohl die NS-Terrorherrschaft als auch die SED-Diktatur umfassen.

Sich mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen, ist für die Debatten über die Zukunft von äußerster Wichtigkeit.

„Wir sind gegen verpflichtende Gedenkstättenbesuche von Schülern, wohl aber für eine Stärkung der Anreize, sich an Gedenkorten intensiv mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen. Unser politischer Kernauftrag muss es sein, die nachfolgenden Generationen wirksam über Diktatur und Widerstand aufzuklären,“ so Elisabeth Motschmann.

„Die Erinnerungskultur muss sich modernisieren, den Generationswechsel und die Migration berücksichtigen. Die Gedenkstätten und Dokumentationszentren leisten hervorragende Arbeit, die wir stärken und ausbauen wollen. Dazu brauchen wir neue pädagogische Ansätze sowie digitale und audio-visuelle Vermittlungskonzepte. Junge Menschen werden nur dann erreicht, wenn wir Geschichte zeitgemäß vermitteln. Unsere Kinder müssen erkennen, was aus der Geschichte heute von Bedeutung ist. Wir wollen sie ermutigen, das Nichtverstandene kritisch hinterfragen. Das müssen wir tun, um die Demokratie zu stärken“, so Johannes Selle.

Mit dem Bundesprogramm sollen Gedenkstättenbesuche z.B. durch Workshops begleitet, die Zeitzeugenarbeit ausgebaut und die Jugendbegegnungen im In- und Ausland gestärkt werden. Die Bundesregierung wird aufgefordert, ein entsprechendes Förderkonzept zu entwickeln, das nach drei Jahren evaluiert werden soll. In diesem Jahr sind bereits 7 Millionen Euro für das Bundesprogramm eingestellt. Das Programm wird also noch in diesem Jahr an den Start gehen können.

 

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