Startschuss für BioWasserstoff-Reaktor in Jena

Johannes Selle (CDU) plädiert für Jena als Thüringer Entwicklungszentrum für Grünen Wasserstoff

JENA. Auf dem Gelände des BioEnergie Verbundes e.V. startete am Dienstag die Inbetriebnahme des ersten fünf Kubikmeter großen BioWasserstoff-Reaktors. Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Johannes Selle drückten Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), und der neue Innovationsbeauftragte der Bundesregierung für „Grünen Wasserstoff“, Dr. Stefan Kaufmann, den Startknopf der Anlage.

Unter dem Motto „Gras zu BioWasserstoff“ soll die Jenaer BioWasserstoff-Fabrik zur nationalen und internationalen Wasserstoffstrategie beitragen und eine BioWasserstoff-Produktion aus nachwachsender Biomasse ermöglichen. Seit 2006 forscht der BioEnergie Verbund e.V. gemeinsam mit seiner wirtschaftsnahen Forschungseinrichtung, dem Robert Boyle Institut e.V. (RBI), sowie mit Unternehmen und weiteren Forschungsinstituten an der energetischen Verwertung von Biomasse zur Biogas und BioWasserstoff-Erzeugung.

„Die Verwertung von ständig verfügbarer Biomasse zur Wasserstoffherstellung ist ein echter ‚Grüner‘ Technologiefortschritt. Ich sehe hier eine wichtige Ergänzung zur Wasserstoffstrategie des Bundes und des Freistaats Thüringen“, so Bundestagsabgeordneter Johannes Selle.

Technologischer Hintergrund:

Wie in der aktuellen Wasserstoff-Forschung üblich, werden auch im BioEnergie Verbund regenerative Energiequellen zur Wasserstofferzeugung genutzt.

Im Unterschied dazu wird bisher nur zu kompostierende Biomasse mittels stetig verfügbarer Bakterienstämme zu kontinuierlich grundlastfähigem, wirklich grünem BioWasserstoff gewandelt und das mit deutlich geringeren Übertragungsverlusten. Damit wird eine umwelt- und energieschonende Kreislaufwirtschaft mit zusätzlicher Dekarbonisierung befördert. Insofern wird diese Technologie zu einer vollumfänglichen, umweltgerechten Ergänzung der Wasserstoffstrategie des Bundes, als auch des Freistaats Thüringen. Der BioEnergie Verbund wirbt auch für Investitionen zum Bau einer vorkommerziellen Produktionsanlage mit einer Tagesleistung von bis zu 2.700 Kubikmetern BioWasserstoff. (Quelle: BEV)

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