Startschuss für Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin

Im Rahmen der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien am 5. November 2014 informierte die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, die Abgeordneten von der Einigung mit dem Land Berlin über die weiteren Schritte zum Bau des Einheits- und Freiheitsdenkmal.

Nach monatelangen Verzögerungen auf Grund des Fundes von verborgenen Mosaiken aus der Kaiserzeit sowie der Auswilderung von Wasserfledermäusen am Standort kann nun der notwendige Bauantrag gestellt werden. 2007 beschloss der Deutsche Bundestag ein Freiheits- und Einheitsdenkmal zur Würdigung und Erinnerung der friedlichen Revolution 1989 und der Wiedergewinnung der staatlichen Einheit Deutschlands in Berlin mit 10 Mio. Euro und eins in Leipzig mit 5 Mio. Euro zu fördern.

„Großer Dank gilt an dieser Stelle unserer Staatsministerin, die mit großem Verhandlungsgeschick die Hürden beseitigen half. Selbst ein neuer Standort wurde in das Verfahren eingebracht. Unser Einheits- und Freiheitsdenkmal gehört in die Mitte der deutschen Hauptstadt und damit in die Mitte Europas. Es steht neben der Überwindung der Teilung Deutschlands auch für die Überwindung der Teilung Europas“, so Johannes Selle in der Ausschusssitzung.

Nahtlos schloss sich die Diskussion zum 25. Jahrestag des Mauerfalls im nächsten Tagesordnungspunkt an. Gäste waren u.a. Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik), Dr. Anna Kaminsky (Geschäftsführerin Bundesstiftung für Aufarbeitung der SED-Diktatur), Rainer Wagner (Bundesvorsitzender der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V), Dr. Olaf Weissbach (Geschäftsführer Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.) und Marianne Birthler (Bürgerrechtlerin). In der Diskussion wurde deutlich, dass das Interesse an der Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Unrecht in der DDR, auch nach 25 Jahren ungebrochen ist.

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