„Wünschewagen“ treffen sich am Brandenburger Tor

BERLIN. Am Donnerstag, den 18.10.2018, traf sich die „Wünschewagen“-Flotte des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) am Brandenburger Tor. Unter dem Motto „Letzte Wünsche wagen“, erfüllen seit 2014 und die aktuell 22 Fahrzeuge die letzten Wünsche von schwerkranken Menschen.

Seit 2017 verfügt auch der ASB-Kreisverband Jena über einen solchen Wünschewagen. Bundestagsabgeordneter Johannes besuchte am Brandenburger Tor die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Detailreich und leidenschaftlich schilderte der Jenaer Wachleiter im Rettungswesen, Christian Giebner, die Arbeit des Wünschewagen-Teams. In dessen einjährigen Bestehen, erfüllten er und sein 25-köpfiges Team 20 Menschen im Alter zwischen 21 und 70 Jahren deren letzte Wünsche. Gemäß dem Motto ging es dabei ans Meer, zu einem Fußballspiel oder zu Familientreffen. In den meisten Fällen handelte es sich um Tagesausflüge. Aber auch mehrtägige Fahrten wurden laut Giebner bereits unternommen. Dabei betonte er, dass es sich beim Projekt Wünschewagen, um eine ausschließlich spendenfinanzierte Initiative handelt.

Die Junge Union Thüringen und auch der Jenaer Kreisverband sammelten im vergangenen Jahr rund 5600 € und trugen maßgeblich zur Umsetzung des Projektes bei. Die JU-Jena veranstalteten u.a. einen Hörsaalkinoabend an der Friedrich-Schiller-Universität mit über 500 Gästen. Allein bei dieser Spendenaktion konnten 900 Euro gesammelt werden. Auch Spendenboxen in Restaurants, Bars und Geschäften wurden in der ganzen Stadt verteilt.

„Großer Dank geht an alle Mitwirkenden, die zum einen dazu beigetragen haben, dass der Wünschewagen fährt und zum anderen den ehrenamtlichen Helfern, die sich auf den Weg machen und die letzten Wünsche realisieren“, so Johannes Selle.

Mehr als 1.200 ehrenamtliche Samariterinnen und Samariter engagieren sich bundesweit für die Wünschewagen. Mehr als 1.000 letzte Wünsche konnten die mobilen Wunscherfüller wahr werden lassen. Das Projekt ist eine wichtige Ergänzung in der palliativen und hospizlichen Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen.

 

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